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Hallo,

 

Design hat mich verändert

und ich hoffe, damit auch andere
zu verändern.

Was bisher geschah:

BACHELOR-THESIS: Japanische Ästhetik. Eine Annäherung aus der Ferne

Die in der Kultur Japans tief verwurzelten ästhetischen Prinzipien, wie iki, shibui und wabi-sabi – um nur ein Paar zu nennen – sind uns genauso fern wie das Land und seine Ästhetik selbst. Sie beschreiben sowohl formale als auch situationsbedingte Kriterien und bilden ein Konstrukt feinster Abstufungen. Seit Jahrhunderten überliefert sind sie fest in der japanischen Kultur und Denkweise verankert. Und auch, wenn die meisten Japaner auf die Frage »Was ist wabi-sabi?« peinlich berührt antworten, dass man das nicht so einfach in Worte fassen oder beschreiben könne, schwingen die Ausdrucks-formen dieser alten Konventionen noch heute unterschwellig in der Gestaltung japanischer Designer mit.

Die Atmosphäre, die dadurch entsteht, macht vor allem das japanische Plakat zu etwas Besonderem. Bei der Betrachtung dessen mag uns zwar auffallen, dass dem Motiv eine Andersartigkeit oder Fremde innewohnt, aber es bleibt die Frage in uns zurück, was dieses Wesen denn nun ausmacht, das uns ein japanisches Plakat sofort erkennen lässt. Es gibt, außer der Schrift, keine Kriterien die formal betrachtet ausschließlich auf japanisches Design zutreffen. Tatsächlich sind die meisten japanischen Plakate der Moderne sogar mit lateinischen Buchstaben gestaltet worden. Es scheint also doch etwas Verborgenes zu sein, das zu uns herüber dringt, wenn wir vor ihm stehen. Diesem Gefühl, das ich von mir selbst nur allzu gut kannte, wollte ich auf den Grund gehen. Die Antwort auf meine Frage »Was macht das japanische Plakat so Japanisch?« suchte ich in den bereits erwähnten ästhetischen Prinzipien.

Ich begann damit, Plakate auszuwählen, die für mich persönlich japanisch aussahen. Dabei schloss ich solche aus, denen man den Einfluss aus dem Westen ganz offen-sichtlich ansah. Ich untersuchte die verschiedenen ästhetischen Prinzipien auf ihre formalen und situationsbedingten Kriterien, und ordnete ihnen meine Auswahl von 251 Plakaten zu. Das Ergebnis waren klar erkennbare Ausdrucksformen. Die Erkenntnisse aus der Analyse nutzte ich, um mich bei der eigenen Gestaltung von Plakaten der Ästhetik japanischer Plakate anzunähern, und dadurch die Ergebnisse der Analyse am Objekt zu veranschaulichen. So entstanden Plakate, die sich thematisch mit meinen eigenen Vorstellungen oder Reisezielen Japans beschäftigen und visuell meine Annäherung an die japanische Ästhetik zeigen.

BOOK-DESIGN: Das Buch vom Tee / Original: Kakuzo Okakura

Das Thema, unter welchem dieses Projekt stand, lautete »Das erweiterte Buch«. Ziel war es, dem Buch eine Ebene hinzuzufügen, die über das normale Leseerlebnis hinausgehen sollte.

Ich wählte für diese Aufgabe Kakuzo Okakuras »Das Buch vom Tee«, welches sich in sieben Kapitel unterteilt: Die Schale der Menschheit, Die Schulen des Tees, Taoismus und Zen-Lehre, Der Teeraum, Wertung der Kunst, Blumen und Teemeister. Abgeschlossen wird mit einem Kapitel über den Autor, welches ich aber bewusst ausklammerte.

Für jedes dieser Kapitel erarbeitete ich ein Konzept, welches die inhaltlichen Strukturen und Merkmale aufnimmt und im visuellen sowie haptischen Erlebnis wiedergibt.

Im Kapitel »Wertung der Kunst« geht es beispielsweise um einen Brand in einem Kloster. Das Lieblingsgemälde des Abtes war in Gefahr, weshalb sich ein Mönch in die Flammen begab um es zu retten. Als er es erreichte war kein Ausweg mehr in Sicht, weshalb er seinen Körper aufschlitzte und das Gemälde in sich barg. Später, als nur noch Asche vorzufinden war, fand man seine verkohlten Überreste und in ihnen das beinahe unversehrte Kunstwerk.

Konzeptionell ging ich auf diese Geschichte ein, indem ich das Kapitel in graues Papier einschlug, welches den Inhalt schützt. Durch eine Perforation lässt sich das Papier, die »Asche«, öffnen und das Kunstwerk, das Kapitel, betrachten.

EDITORIAL-DESIGN: MAMPFRED. EINMAGAZINFÜRDENMANNDERWASKANNODERWASLERNENWILL.

Mein Vater, Manfred, hat mit 55 Jahren damit begonnen zu kochen. Reichlich spät, wird der ein oder andere jetzt sicher denken. Bedenkt man aber, dass Männer der Generation meines Vaters manchmal ihr Leben lang nicht mehr lernen, als ein Spiegelei zu braten, ist 55 doch eine gute Leistung ... »Mann tut was Mann kann«.

Bei der Gestaltung dieses Food-Magazins für den Mann war vor allem eines wichtig: Weder sollte sich das Magazin, wie die meisten anderen Männer Kochmagazine, auf Grillen und Fleisch konzentrieren, noch in ein mit dem Finger erhobenes »Ich bringe dir jetzt erst mal die Grundlagen bei« Magazin abdriften. Auf Klischees wollte ich mich also gar nicht erst einlassen. Wobei – so ganz Klischeefrei kam ich dann doch nicht davon, stütze ich mich doch vor allem auf eine »Tatsache«: Wenn ein Mann was anpackt, dann aber richtig!

Den meisten Spaß bereitete mir deswegen bei diesem Projekt das Spielen mit Wörtern, das kitzeln mit frechen Sprüchen und das Formen einer gestalterischen Linie, die das robuste des Mannes mit dem feinen der Kulinarik verbinden sollte.

iNTERFACE-DESIGN: ZENON. Die Zen-App für Berufseinsteiger.

Der Einstieg ins Berufsleben ist nicht immer einfach. Aus diesem Grund sollte eine App konzipiert werden, welche die nützlichsten Tipps für den erfolgreichen Start in den Beruf auf eine interessante Weise vermittelt.

ZENON hat sich zum Ziel gemacht, Weisheiten aus dem Zen-Buddhismus zu nutzen, um Berufseinsteigern eher als Stütze und weniger als Moralapostel zur Seite zu stehen. Diese Weisheiten haben nicht nur im Arbeitsalltag Gültigkeit, sondern können den Menschen in jeder Lebenslage als Ratgeber zur Seite stehen.

Auf diese Weise kehrt die Ruhe des Zen in uns alle ein und kann das Miteinander harmonischer machen.

MASSENKOMMUNIKATION: Plakatkampagne »Gleich verteilt ist besser«

Wann immer die Natur nicht mehr im Gleichgewicht ist, mobilisiert sie all ihre Kräfte um die Balance wieder herzustellen. Auch in unserer Gesellschaft sind viele materielle, aber auch immaterielle Größen ungleich verteilt und führen zu einem großen Ungleichgewicht, welches eine immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich reißt.

Das Jahr 2015 stand in der Stadt Konstanz im Zeichen der Gerechtigkeit. Studenten der HTWG Konstanz unterstützten die Stadt dabei mit Projekten zu diesem Thema. Auch ich habe mich an einer passenden Kommunikation probiert.

Gerechtigkeit bedeutet für jeden etwas anderes. Dieses Projekt versteht es als Gleichgewicht in der Gesellschaft, welches man stärken sollte.

Hierzu habe ich ein Unternehmen gewählt, das durch seine Arbeit versucht, Menschen mit wenig bis keinem Einkommen ein Stück Lebensqualität zurückzugeben. Da es dazu auf Spenden von außerhalb angewiesen ist, habe ich mich bei der Kommunikation für eine Plakatkampagne entschieden.

Um die Aufmerksamkeit auf das Plakat zu lenken, arbeitete ich mit Irritationen, die Interesse wecken sollen und einerseits zum Schmunzeln, andererseits zum Nachdenken und im besten Fall zum Handeln bewegen sollen. Der Aspekt der ungleichen Verteilung kommt hierbei sowohl durch das Bildelement als auch durch die grafischen Elemente und Typografie zum Ausdruck.

 

Über mich:

MEIN

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IST

BIRGIT

INGEBORG

KAPPLER

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Meine Heimat ist die Bodenseeregion. Die komplette Schulzeit bis zum Abitur verbrachte hier. Auch wenn Großstädte ihren Reiz haben, so zieht mich nichts langfristig von hier fort.

Mein Studium in Kommunikationsdesign an der HTWG Konstanz, welches ich mit dem Bachelor in der Tasche im Februar 2016 beendete, habe ich sehr genossen. Ich tauchte tief ein in die verschiedenen Design-Disziplinen, bis ich schließlich komplett in der Welt der Typografie, des Editorial- sowie Buchdesigns versank. Trotzdem bereitet es mir immer wieder Freude, auch in anderen Disziplinen meine Fähigkeiten auszubauen und schließlich in ihnen aufzugehen. Ich liebe es, mich neuen Herausforderungen zu stellen und arbeite konzentriert und mit Leidenschaft auf eine Lösung, ein Ziel hin.